Fischerei

Der Wirtschaftszweig der Fischerei beinhaltet das Fangen und das Züchten von Wassertieren. Man unterscheidet zwischen der Seefischerei und der Binnenfischerei. Wie auch beispielsweise der Bergbau oder die Landwirtschaft, zählt die Fischerei speziell zum primären Wirtschaftssektor.

In Deutschland gibt es die Bundesforschungsanstalt für Fischerei. Die Seefischerei umfasst den Fang von Meeressäugern (Walfang), wirbellosen Tieren, wie beispielsweise Krebse und Weichtiere, allerdings eher im kleinen Rahmen. Zahlreich befischt werden dagegen die Großkrebsarten wie Langusten, Hummer, Kaisergranat sowie Garnelen und auch Krabben.

Angel-Video: Fang eines Karpfens:

Hauptsächliches Augenmerk wird in der Seefischerei aber auf das Fangen von sogenannten Knochenfischen, wie zum Beispiel die Heringsart Clupeidae, sowie den Dorscharten und den Kabeljau gelegt. Der Fang von Makrelenartigen Scombridae, wie Makrele oder Thunfisch ist ebenfalls monetär sehr wichtig. Dagegen ist das Fleisch von Knorpelfischen, wie zum Beispiel dem Rochen oder dem Hai, eher ein Nebenprodukt der Seefischerei.

In der Fischerei entwickelten sich im Laufe der Geschichte viele verschiedene Fangmethoden, die je nach Gewässertyp und Gewässertiefe ihre Anwendung finden. Genannt seien hier besonders die Netzfischerei, die Angel- oder Köderfischerei, die Korb- und Reusenfischerei und auch der Walfang. Die größten Fischfangnationen sind neben China, auch Länder wie Peru, Indien und Japan. In Europa sind es Norwegen, Dänemark und Spanien.

Fischzuchten bei Meeresfischen sind bisher misslungen, da die Haltung sehr schwierig ist. Um trotzdem das Nachwachsen garantieren zu können und keine Fischart gefährlich in ihrem Bestand einzuschränken werden andere Arterhaltende Maßnahmen notwendig. Das ist unter anderen die Hege der natürlichen Bestände durch Schutzgebiete, Schonzeiten während der Wanderung oder der Laichzeit, Festlegung von Fichfangquoten und Einhaltung der Mindestgrößen der gefangenen Tiere. Eine weitere Methode ist das künstliche Befruchten von Eiern von im Meer gefangen laichfähigen Fischen.

Die Binnenfischerei umfasst das Fischen in Binnengewässern. Dazu gehören die Fluss- und Seenfischerei, sowie die Teichwirtschaften und Anlagen zur Aquakultur.
Das Züchten von Lebewesen im Wasser, die sogenannte Aquakultur, ist dabei eine Sonderform der Fischerei und hat, unter Einschluss der Teichwirtschaften die größte wirtschaftliche Bedeutung. Regenbogenforelle und Karpfen sind die, in Deutschland, wichtigsten Speisefischsorten.

Eine weitere Form der Fischerei ist das Angeln. Dies wird aber privat betrieben und ist daher kein wirtschaftlich interessanter Zweig der Fischerei.

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